Warum wird nicht die ehemalige Arztpraxis in Beilstein genutzt?
Die Frage ist berechtigt – und wir haben sie uns selbst gestellt. Die Praxisräume in Beilstein sind deutlich größer als das Haus Vogelsang und umfassen neben den eigentlichen Praxisflächen auch einen Seminarbereich und ein Wohnhaus. Auch diese Räumlichkeiten müssten umfassend saniert werden, einschließlich einer energetischen Sanierung. Die zusätzlichen Flächen können jedoch derzeit nicht sinnvoll genutzt werden, müssen aber bei der Sanierung teilweise mit berücksichtigt werden. Das Investitionsvolumen wäre daher erheblich höher und von der Ärztegemeinschaft wirtschaftlich nicht tragbar. Hinzu kommt die Lage: Beilstein liegt am Rand des Versorgungsbereichs. Das Haus Vogelsang hingegen liegt zentral – mitten im Einzugsgebiet, das auch Katzenfurt umfasst.
Warum wird nicht das vorhandene Klinikgebäude genutzt?
Das Klinikgebäude würde eine Anfangsinvestition von mindestens 3 bis 5 Millionen Euro erfordern, bevor dort eine Arztpraxis eröffnet werden könnte. Das übersteigt die Möglichkeiten unserer Genossenschaft bei weitem. Zudem liegt das Klinikgebäude tiefer auf dem Waldhof-Gelände, während das Haus Vogelsang direkt am Eingang liegt – leicht erreichbar, mit kurzen Wegen vom Parkplatz. Gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Patienten ein wichtiger Vorteil.
Ist das Haus Vogelsang nicht eine Ruine?
Nein. Das Haus wurde bis vor etwa einem Jahr bewohnt und wird auch aktuell weiter genutzt – zum Beispiel als Ferienhaus für Wochenendaufenthalte von Familien. Es hat eine passende Größe für eine Gemeinschaftspraxis und kann mit vergleichsweise moderaten Kosten zu einem zeitgemäßen Versorgungszentrum umgebaut werden. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, ist herzlich eingeladen, bei einer unserer Infoveranstaltungen am Waldhof vorbeizukommen.
Warum ausgerechnet das Haus Vogelsang?
Vier Gründe: Erstens die zentrale Lage – mitten im Versorgungsbereich, gut erreichbar aus Greifenstein und Katzenfurt. Zweitens die verkehrsgünstige Lage direkt am Eingang des Waldhof-Geländes, mit kurzem Weg vom Parkplatz. Drittens die richtige Größe – groß genug für eine moderne Gemeinschaftspraxis, aber nicht so groß, dass unnötige Flächen mitsaniert werden müssen. Viertens die Wirtschaftlichkeit – das Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro ist realistisch und durch Genossenschaftsanteile finanzierbar. Keine der Alternativen bietet diese Kombination.
